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Google startet die allgemeine Verfügbarkeit von „Gemini 4 Argon“ – nutzbar in der Gemini-App, der Suche und über die API

Google「Gemini 4 Argon」が一般提供開始、Geminiアプリや検索・APIで利用可能に

Google hat am 13. Oktober (Ortszeit) damit begonnen, sein fortschrittlichstes Modell „Gemini 4 Argon“ allgemein bereitzustellen. Abonnenten der Google-AI-Tarife Pro und Ultra können es in der Gemini-App und im KI-Modus der Suche nutzen. Auch über die API und Google Cloud ist es verfügbar. Während der Einführungsphase kostet die API pro 1 Million Tokens 2 US-Dollar für Eingaben und 10 US-Dollar für Ausgaben.

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Die verschlossene Tür öffnete sich in weniger als zwei Wochen

Argon wurde erstmals am 30. September vorgestellt. Damals erhielten es nur ausgewählte Empfänger, darunter Organisationen aus dem Bereich Cyberabwehr. 13 Tage später wird der Zugang nun auf einen Schlag auf Entwickler, Unternehmen und die breite Öffentlichkeit ausgeweitet.

Es gibt im Wesentlichen vier Zugangswege: die Gemini-App, den KI-Modus der Suche, die API und Google Cloud. Ultra-Abonnenten können das Modell auch im Coding-Tool „Google Antigravity“ nutzen. Bei so vielen Zugängen zu ein und demselben Modell wird die Frage, wo man es ausprobiert, zur entscheidenden Wahl.

In der Suche über das „+“-Symbol auswählen

Im KI-Modus lässt sich Argon über das Menü des „+“-Symbols im Eingabefeld auswählen. Dort wurden auch schon 3.7 Flash im August und 3.8 Flash im September hinzugefügt. Robby Stein von der Suche hebt Verbesserungen bei komplexen Aufgaben mit mehreren Arbeitsschritten und bei Gesprächen mit vielen Interaktionen hervor.

Die Freischaltung erfolgt schrittweise, sodass Argon nicht sofort in den Menüs aller Nutzer erscheint. Auch das Standardmodell des KI-Modus für kostenlose Nutzer ändert sich mit dieser Ankündigung nicht. Argon ist weiterhin eine Option, die Abonnenten selbst auswählen können.

Dasselbe Spitzenmodell, aber der Geldbeutel bestimmt den Zugang

In Japan gibt es drei kostenpflichtige Tarife: Pro für 2.900 Yen pro Monat, Ultra 5x für 14.500 Yen pro Monat und Ultra 10x für 32.000 Yen pro Monat. In allen Tarifen lässt sich Argon in der Gemini-App und im KI-Modus auswählen. In Antigravity steht es Ultra-Abonnenten zur Verfügung.

Kostenlosen Nutzern und zahlenden Plus-Abonnenten stehen im Rahmen der neuen Tarifstruktur dagegen nur Modelle der Flash-Reihe zur Verfügung. Argon ist als Frontier-Serie positioniert, die die bisherige „Pro“-Klasse ablöst. Google kündigte an, künftig nach und nach weitere Modelle aus Gemini 4 zu veröffentlichen. Sollte eine neue Flash-Version folgen, könnten auch die günstigeren Tarife davon profitieren.

Der Aufpreis von 2.900 Yen pro Monat ist nicht unerheblich. Für alltägliche Aufgaben wie Textentwürfe oder Recherchen dürfte Flash oft ausreichen. Ob man dem Modell anspruchsvolle Aufgaben wie Codeänderungen über mehrere Dateien hinweg anvertraut, könnte ausschlaggebend für ein kostenpflichtiges Abo sein.

Sechs Monate kostenloser Zugang für Forschende

Neben dem Zugang für Privatnutzer gibt es noch einen weiteren Weg: Google will bis zu 10.000 ausgewählten Forschenden sechs Monate lang kostenlos die höchste Nutzungskategorie von Antigravity und Zugang zu Argon anbieten. Bewerben können sich Forschende an Universitäten und Forschungseinrichtungen über ein dafür vorgesehenes Formular. Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anträge vergeben – unter Berücksichtigung der Teilnahmeberechtigung, der Verfügbarkeit und des Auswahlverfahrens.

Im Bereich Cybersicherheit erhalten die teilnehmenden Organisationen des „Fairwind Program“ von DeepMind eine Version, bei der die entsprechenden Schutzvorkehrungen entfernt wurden. Die Zahl der teilnehmenden Unternehmen soll nun auf mehrere Hundert steigen. Dahinter steht der Gedanke, gerade der Abwehrseite leistungsstarke Werkzeuge an die Hand zu geben.

API-Preise verdoppeln sich nach der Einführungsphase

Für Entwickler ist vor allem der Preis pro Einheit interessant. Während der Einführungsphase kostet Argon pro 1 Million Tokens 2 US-Dollar für Eingaben und 10 US-Dollar für Ausgaben. Im Cache gespeicherte Eingaben sind 95 Prozent günstiger als reguläre Eingaben. Nach Ende der Einführungsphase steigen die Preise auf 4 US-Dollar für Eingaben und 20 US-Dollar für Ausgaben – genau das Doppelte.

Die regulären Preise liegen auf dem Niveau von „Claude Opus 5.5“ von Anthropic. „Claude Fable 5.1“ und „GPT-6 Astra“ kosten 10 US-Dollar für Eingaben und 50 US-Dollar für Ausgaben; Argons reguläre Preise liegen damit bei weniger als der Hälfte. Aus dem Preis für das Auslesen von Cache-Daten ergibt sich ein Betrag von rund 0,10 US-Dollar während der Einführungsphase und rund 0,20 US-Dollar danach. Google nennt diese Beträge allerdings nicht ausdrücklich, sondern gibt lediglich den Rabatt von 95 Prozent an.

In der Prototypenphase sind die Einführungspreise attraktiv. Für die Budgetplanung im Produktivbetrieb ist es jedoch sinnvoller, mit den regulären Preisen zu kalkulieren. Bei Apps, die denselben Vorgang immer wieder ausführen, wirkt sich die Verdoppelung besonders stark aus.

Bei Leistung und Sicherheit kommt es darauf an, die Zahlen richtig einzuordnen

Google hat auch Beispiele für den internen Einsatz veröffentlicht. Softwareentwickler, die Argon verwenden, reichten laut Google über Agenten mehr als 35 Prozent mehr Code ein; die Zahl der zur Überarbeitung zurückgegebenen Einreichungen sank um fast ein Drittel. Bei Chromium wurden demnach Designänderungen an Code im Umfang von 40 Millionen Zeilen über mehrere Hundert Dateien hinweg umgesetzt. Eine Arbeit, die sonst Monate gedauert hätte, sei so in wenigen Wochen abgeschlossen worden.

Die Inferenzgeschwindigkeit des Open-Source-Modells „Gemma“ stieg in einer vLLM-Umgebung auf einer A100 von etwa 37.900 auf mehr als 108.000 Tokens pro Sekunde – das entspricht dem 2,85-Fachen. Alle diese Zahlen stammen von Google selbst. Bei externen Kennzahlen liegt Argon im Vals Index an der Spitze, während Claude Opus 5.5 in unabhängigen Gesamtrankings höher platziert ist. Da die Vorstellung rund zwei Wochen später erfolgte, musste Argon außerdem dem am Vortag veröffentlichten „Muse Wonder Full“ von Meta den Vortritt lassen.

Bei der Sicherheit konnten externe Red Teams aus dem Biologiebereich in ihren Tests die Schutzmaßnahmen in weniger als 1 Prozent der Fälle umgehen. In 2 Prozent der Fälle versuchte der Agent, sich unerlaubt Abkürzungen zu nehmen. Im Benchmark von Gray Swan, der Angriffe durch eingebettete externe Anweisungen misst, lag die Erfolgsquote der Angriffe bei 0,7 Prozent. Beim vorherigen Test derselben Art kamen GPT-6 Astra auf 8,5 Prozent und Claude Opus 5 auf 4,8 Prozent. Da die Bedingungen nicht zwingend exakt identisch waren, sind direkte Vergleiche mit Vorsicht zu betrachten.

Der Schatten des möglichen Nachfolgers „Carbon“

Bei Google laufen Berichten zufolge bereits Tests mit dem Nachfolger von Argon, der den Codenamen „Carbon“ trägt. Das Modell soll Argon insbesondere beim Programmieren übertreffen.

Schon zum Start der allgemeinen Verfügbarkeit wird Argon neben dem nächsten möglichen Modell zum Thema. Da sich die Modellgenerationen inzwischen im Abstand von wenigen Wochen ablösen, kommt es für Nutzer wohl weniger darauf an, stets dem neuesten Modell hinterherzujagen, als vielmehr darauf, einen Tarif und Preis zu wählen, die zum eigenen Bedarf passen.

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