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Higuchi Seisakusho ermöglicht autonome Rundgänge durch die Fabrik mit einem vierbeinigen Roboter – Anomalieerkennung folgt als nächster Schritt

樋口製作所、四足歩行ロボットによる工場内の自律巡回を実現 異常検知は次段階へ

Der japanische Hersteller für Präzisions-Metallstanzteile Higuchi Seisakusho Co., Ltd. (Kakamigahara, Präfektur Gifu) hat bekannt gegeben, dass in seinem Stammwerk autonome Rundgänge durch die Fabrik mit einem vierbeinigen Roboter möglich sind. Derzeit werden die Erstellung einer 3D-Karte des Werks mithilfe von LiDAR sowie das Fahren auf denselben Wegen wie die Beschäftigten erprobt. Die Anomalieerkennung mit Kamera und KI ist für die nächste Phase geplant.

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Ein japanischer mittelständischer Fertigungsbetrieb setzt auf den ersten Schritt: „den Roboter erst einmal laufen lassen“

Bei Physical AI denken viele vielleicht an Roboter, die geschickt wie Menschen arbeiten. Das Vorhaben von Higuchi Seisakusho ist jedoch deutlich bodenständiger: Der Roboter soll selbstständig durch die Fabrik gehen und Rundgänge absolvieren.

Das Unternehmen wurde 1937 gegründet und beschäftigt 272 Mitarbeiter. Der Hauptsitz befindet sich in Kakamigahara in der Präfektur Gifu; außerdem unterhält das Unternehmen Standorte in den USA, Mexiko und China. Higuchi Seisakusho ist ein japanischer Hersteller von Präzisions-Metallstanzteilen. Das Unternehmen wurde 2022 und 2025 für die DX Selection des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie ausgewählt und treibt seit 2018 schrittweise die Digitalisierung des Produktionsmanagements und der Fertigung voran. Zudem arbeitet es daran, lokal betriebene generative KI mit internen Daten einzusetzen.

Die bisher vor allem auf Bildschirmen vorangetriebene Nutzung von KI soll nun auf die physische Arbeitsumgebung ausgeweitet werden. Der erste Schritt ist die Einführung eines vierbeinigen Roboters. Auch wenn das Vorhaben wenig spektakulär wirken mag, ist es ein Beispiel dafür, wie ein mittelständischer Fertigungsbetrieb in einer ländlichen Region den Einstieg in Physical AI realistisch angehen kann.

Bisher bestätigt: Fortbewegung und Kartierung innerhalb der Fabrik

Erprobt wird der Roboter im Stammwerk. Mithilfe von LiDAR (einem Sensor, der per Laserlicht Entfernungen zur Umgebung misst) erstellt er eine 3D-Karte der Fabrik und absolviert darauf aufbauend autonome Rundgänge. Zudem wurde geprüft, ob er sicher auf denselben Wegen wie die Beschäftigten fahren kann.

Für den Betrieb kommt ein geschlossenes Netzwerk zum Einsatz, das physisch von externen Netzwerken getrennt ist. Das Unternehmen gibt an, durch Messungen bestätigt zu haben, dass die externe Kommunikation unterbunden ist. Gerade bei einem Roboter, der sich in der Fabrik bewegt, dürfte ein Konzept, bei dem der Informationsaustausch nach außen unterbunden wird, für die Fertigungsindustrie beruhigend sein.

Im Mittelpunkt steht derzeit nicht eine „KI, die Anomalien erkennt“, sondern ein System, mit dem der Roboter sicher und ohne sich zu verirren durch die Fabrik patrouilliert. Wenn man diese Aspekte auseinanderhält, lässt sich die Bedeutung der aktuellen Ankündigung besser einordnen.

Herausforderungen, die sich erst im Arbeitsalltag zeigen

Beim praktischen Einsatz traten auch Herausforderungen zutage: etwa das Wenden auf engem Raum, sich kreuzende Fahrwege mit Gabelstaplern und das Ausweichen in unvorhergesehenen Situationen. Diese Punkte sollen in der nächsten Phase verbessert werden.

Der Fabrikboden funktioniert nicht so, wie es der Produktkatalog verspricht. In bestehenden Betriebsumgebungen mit Stufen, Kabeln und engen Gängen teilen sich Menschen, Fahrzeuge und Roboter denselben Raum. Diese Herausforderungen bereits in der ersten Phase zu identifizieren, dürfte für den späteren Schritt zur Anomalieerkennung von großer Bedeutung sein.

Ziel ist es, den Verantwortlichen Zeit zurückzugeben

Rundgänge und Inspektionen in der Fertigung dienen dazu, die Sicherheit der Beschäftigten und den Zustand der Anlagen zu überprüfen. Diese Aufgaben hängen oft von der Erfahrung der Verantwortlichen vor Ort ab und sind mit erheblichem Aufwand verbunden. In der Ankündigung wird auch auf den sich jährlich verschärfenden Arbeitskräftemangel in der Fertigungsindustrie verwiesen: Schätzungen zufolge wird Japan im Jahr 2040 ein Arbeitskräfteangebot von rund 11 Millionen Menschen fehlen.

Das Unternehmen will sicherheitsbezogene Kontrollgänge, die bislang von Verantwortlichen durchgeführt wurden, durch Roboter ersetzen und die dadurch gewonnene Zeit für zukunftsorientierte Aufgaben nutzen. Wichtig ist dabei, dass die Roboter in bestehende Fabriken integriert werden können, ohne Anlagen oder Layout grundlegend zu verändern. Statt einer großen Investition wie beim Bau eines neuen Werks steht die Anpassung an die vorhandene Betriebsumgebung im Mittelpunkt.

Kiyotaka Ishida, Managing Executive Officer, erklärt, dass die Einführung des Roboters kein Selbstzweck sei. Vielmehr habe man herausfinden wollen, ob sich das „Gespür“, das sich erfahrene Mitarbeiter angeeignet haben, als Daten festhalten und an die nächste Generation weitergeben lässt. Auffällig ist, dass die Automatisierung der Rundgänge auch als Einstieg verstanden wird, um das Erfahrungswissen von Veteranen zu dokumentieren.

Auch der Produktionsleiter Masahiko Hori berichtet, er sei zunächst skeptisch gewesen. Als er jedoch sah, wie der Roboter selbstständig seinen Weg durch die Gänge fand, habe er den Eindruck gewonnen, dass der Tag, an dem man ihm Kontrollgänge anvertrauen kann, näher rückt.

Die Anomalieerkennung wird erst noch erprobt

Der aktuelle Praxistest ist die zweite Phase eines auf vier Phasen angelegten Projekts. In der nächsten Phase soll ein Praxistest beginnen, bei dem eine am Roboter montierte Kamera und KI Anomalien erkennen.

Langfristig soll der Roboter bei erkannter Anomalie die Verantwortlichen benachrichtigen und die Anlage automatisch stoppen können. Auch die automatische Erstellung von Rundgangsprotokollen und Berichten sowie die Anbindung an die bestehende interne Datenplattform sind vorgesehen. Das letztendliche Ziel ist eine „Fabrik für generative KI und Physical AI“, in der generative KI und Physical AI zusammenwirken.

Benachrichtigungen und automatische Anlagenstopps sind vorerst lediglich Ziele. Erreicht wurde nun die autonome Patrouille, die dafür die Grundlage bildet.

Das Unternehmen will die im Praxistest gewonnenen Erkenntnisse und festgestellten Herausforderungen bei Gelegenheiten zum Meinungsaustausch mit regionalen Fertigungsbetrieben und Bildungseinrichtungen weitergeben. In der Welt der Physical AI, in der vor allem große Projekte großer Unternehmen Aufmerksamkeit erhalten, kann der schrittweise Ansatz eines mittelständischen Betriebs in einer ländlichen Region anderen Fabriken mit ähnlichen Herausforderungen als Orientierung dienen.

樋口製作所、四足歩行ロボットによる工場内の自律巡回を実現 異常検知は次段階へ

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